Liebe Mitglieder und Freunde des VESM,

 

wir machen unsere Hausaufgaben! Die begonnenen Vermessungsfahrten stehen nunmehr recht kurz vor dem Abschluss. Wenn die (Wetter-)Verhältnisse nicht komplett irregulär werden sollten, schließen wir dieses Unternehmen innerhalb der nächsten zwei Wochen ab. Unsere Helfer sind bei teils widrigen Verhältnissen im Frühjahr gefahren und haben sich auch von Schwierigkeiten mit dem Boot nicht beeindrucken lassen. Im Augenblick gilt es, mit den sehr sommerlichen Temperaturen und Bedingungen umzugehen.

Damit kommen wir dem Ziel immer näher: Eine neue, durch professionell ausgewertete Messungen entstehende Karte unseres Hausmeeres und vor allen Dingen Erkenntnisse über die Veränderungen in der Schlammsituation. Noch während wir die Fahrten durchführen, ist die Auswertung durch das begleitende Unternehmen angelaufen, denn die Erkenntnisse sollen bereits für die weitere Erarbeitung des See-Entwicklungsplans 2 zur Verfügung stehen.

Etwa 25 Helfer stehen aktuell für unser Vorhaben bereit. Projekte wie dieses verursachen aber Kosten. Viel sparen wir schon durch die ehrenamtliche Mitarbeit unserer Mitglieder ein, allerdings müssen wir Geld für die Messtechnik, die professionelle Begleitung durch die Fachleute sowie natürlich für den Betrieb des Bootes aufbringen. Das können wir schultern, dennoch bitten wir Euch/Sie an dieser Stelle um weitere Spenden. Das Vereinskonto hat die IBAN DE85 2559 1413 0039 3720 00. Vielen Dank für Euer Engagement!

Plan der bisherigen Fahrten

Beitrag Ingo Bartens

 

Seit Jahren verschlammt das Steinhuder Meer immer schneller, nicht nur an den Ufern und Stegen, sondern auch in den Deipen.

So entstand die Idee zur Gründung des VESM.

Diese Video zeigt die Anfänge.

Liebe VESMer

Die Tiefenmessungen laufen seit drei Wochen. Wir fahren mit der Energie, dem Boot der Wettfahrtgemeinschaft, die optimal dafür  geeignet ist.
Wir fahren exakt die Linien der Tiefenmessung von 2019 ab mit derselben Messeinrichtung wie damals.
Das sind 70 Linien in Ost- West  und 70 in Süd- Nord Richtung.
Etwa ein Drittel ist geschafft.

Ganz großen Dank gebührt den bisherigen Besatzungen- jeweils zwei Personen-, die zum Teil bei tiefen Temperaturen und kaltem Wind die Messfahrten durchführten.

Große Bitte:
WIR BRAUCHEN NOCH FAHRER!
Voraussichtliche Dauer :
Bis Ende Mai/ Mitte Juni.

Wer möchte / kann mal einen Tag fahren??
Bitte Mail ( ernst. greten@gmail.com) oder WhatsApp oder

 Telefon 0172 415 9144 .

Ihr tut dann etwas sehr Wichtiges für den Erhalt des Steinhuder Meeres, denn wir brauchen Daten!!

Ernst Greten

Uns allen ist der zunehmende Schlamm bei Segeln ein Dorn im Auge. Es gibt da aber auch eine
Gruppe, die nicht nur jammert, sondern die auch aktiv an einer Verbesserung arbeitet. Seit dem
Ende des winterlichen Befahrens Verbotes wird das Volumen des Schlamms mit Ultraschall-
Messgeräten kartographiert. Durch zahllose Fahrten in einem engen 50m Raster wird dabei die
Wassertiefe und die Unterkante des Schlamms erfasst. Wichtig ist uns, dass gleiche
Messverfahren und die gleiche Auswertung wie bei der letzten Messung im Jahr 2019 zu verwenden.
Gern dürfen interessierte Segler mithelfen, diese Fahrten durchzuführen. Oder aber ihr tretet
dem Verein zum Erhalt des Steinhuder Meeres (VESM, https://vesm.eu) bei, um so die
Reichweite des VESM zu erhöhen. Die Schlammvermessung soll gute Argumente liefern, neue
Polder zu erstellen und mehr Schlamm abzupumpen. Besonders in diesem Wahljahr können wir
vielleicht mehr Bewegung zugunsten des Meeres erzeugen.
Selbst der jüngste Seeentwicklungsplan bestätigt, dass die vermehrte Schlammneubildung
menschengemacht ist und das in den letzten Jahren höchstwahrscheinlich zu wenig Schlamm
aus dem Meer entfernt wurde.

Beitag: Axel Busch

Das Vermessungsteam bei der Einweisungsfahrt am 24.3.2026

 

Am 5. Februar 2026 fand eine weitere Podiumsdiskussion in den Steinhuder Strandterrassen statt, zu der wir eingeladen hatten. Mit über 100 Anwesenden wurde die Diskussion wieder sehr gut besucht. Das zeigt uns, das weiterhin großes Interesse am Erhalt des Steinhuder Meeres besteht.

Hier eine Zusammenfassung: https://www.steinhude-am-meer.de/informationsveranstaltung-steinhuder-meer-verlandet/

Außerdem kann hier nochmal das Video angesehen werden, dass in der Podiumsdiskussion gezeigt wurde:

Sehr geehrte Teilnehmer und Interessierte!

Schön, dass Sie an der Veranstaltung am 9. 10. 2025 teilgenommen haben. Sie hat aus unserer Sicht eine hervorragende Resonanz erzeugt. Alle örtlichen Medien haben ausführlich berichtet. Leider mussten wir bei 300 Teilnehmern die Türen schließen, so dass zwischen 50 und 100 Personen abgewiesen wurden. Wir planen eine Folgeveranstaltung Anfang Februar, wahrscheinlich am Donnerstag, den 5. Februar 2026, um denen, die keinen Platz fanden, die Ergebnisse vorzustellen und zu diskutieren.

Auf der Seite www.steinhude-am-meer.de ist eine Zusammenfassung der Veranstaltung veröffentlicht, die Sie unter nachstehendem Link einsehen können:

https://www.steinhude-am-meer.de/podiumsdiskussion-strandterrassen-steinhuder-meer-verlandet

Auch die Artikel in dem HAZ-Wunstorf, der Auepost und dem Wunstorfer Stadtanzeiger sind aus unserer Sicht lesenswert.

RTL-Nord hat einen Beitrag über die Podiumsdiskussion und die Verschlammung ausgestrahlt. Er ist in der Mediathek zu sehen.

Ihre Ausführungen auf den eingesammelten Bierdeckeln haben wir ausgewertet, gebündelt und den entsprechenden Podiumsteilnehmern mit Bitte um Antworten übersandt. An Herrn Beuster, Herrn Kayser und Herrn Piellusch gab es keine Fragen. Nachstehend übersenden wir Ihnen die eingegangenen Antworten.

Dr. Ludewig – Amt für regionale Landesentwicklung: 

1.            Welche Flächen sollen in naher Zukunft entschlammt werden?

Über die nächsten Entschlammungsbereiche wurde noch nicht entschieden. Definitiv stehen die Bereiche erst nach erfolgten Vorpeilungen fest.

2.            Wie erklärt man sich das Volllaufen der Deipen, nachdem es zuvor 10000 Jahre dort kaum Schlamm gab?

Mit dieser Fragestellung beschäftigen wir uns. Die Behauptung, dass es Umspülungsmaßnahmen waren muss ich zumindest für meine Dienstzeit der letzten 16 Jahre zurückweisen. Ob die überschaubare Umspülung aus der Zeit von Dr. Poltz dafür verantwortlich gemacht werden kann ist m. E. mehr als fraglich.

3.            Kann man nicht wenigstens die Bereiche vor den Kränen einmal pro Jahr entschlammen?

Die Bereiche um die Krananlagen herum stehen immer im Fokus. Die ausgewählten Entschlammungsbereiche stellen jeweils eine Einzelfallentscheidung dar.

4.            Warum dauert der Bau eines neuen Polders so lange?

Von der Flächensuche über die vertragliche Abwicklung, die Vorplanung, die Zusammenstellung der Vergabeunterlagen, die Ausschreibung, die Vergabe, die Planung und dann die Planumsetzung vergehen immer mehrere Jahre. Aktuell ist mit der Wurzelstockrodung die Erweiterungsfläche geräumt und die ersten vorgegebenen Aufforstungsmaßnahmen für die Waldbeseitigung in Mardorf sind angelaufen.

Dr. Hartwich, NLWKN

  1. Trägt die Vielzahl der Wildgänse nicht deutlich zur Zunahme der Verschlammung bei?

Der Nährstoffeintrag der Gänse ist im Vergleich zu den anderen Eintragspfaden vernachlässigbar.

  • Würde klares Wasser nicht ein deutliches Algenwachstum fördern?

Weniger Phosphor im See führt zu einem geringeren Wachstum der mikroskopischen Algen, wodurch das Wasser nicht mehr eingetrübt wird. Das klare Wasser fördert das Wachstum der Unterwasserpflanzen, die zum einen aufgrund ihrer vielfältigen ökologischen Funktionen (u.a. als Lebensraum, Fortpflanzungs- und Rückzugsraum für Fische) aus gewässerökologischer Sicht erwünscht sind und zum anderen den Schlamm durch ihre Wurzeln dehydrieren, komprimieren und die Treibmudde reduzieren.

Gerne möchten wir mit Ihnen im Gespräch bleiben und gemeinsam nach Lösungen für die komplexen Probleme im und mit dem Steinhuder Meer suchen. Es wird nicht schnell gehen und viele Initiativen, Ideen und Mitstreiter erfordern. Der jetzige Zustand beschleunigt leider durch die veränderte Strömung die Verschlammung in den Uferbereichen rasant. Bisher hat noch niemand eine ersthafte Alternative zu unserem Vorschlag einer Schlammentnahme aus den Deipen in der Mitte des Meeres und einer Einlagerung in noch abzutorfenden Bereichen nahe dem Polder Kolkdobben in Mardorf genannt. Wir sind für jede bessere Idee offen.

Für das Frühjahr 2026 planen wir professionelle Tiefen- und Schlammhöhenmessungen, analog denen vom NLWKN durchgeführten Messungen 2019. Der direkte Vergleich soll die in den 6 Jahren eingetretenen Veränderungen deutlich werden lassen. Es sollen ca 2500 Messpunkte in einem systematischen Raster aufgenommen werden. Die Durchführung der Messungen wollen wir durch ehrenamtliche Helfer gewährleisten. Die notwendige wissenschaftliche Auswertung und die aufwendigen Messapparaturen werden Kosten oberhalb von 15 000 € verursachen, die wir versuchen durch Spenden aufzubringen. Das ArL hat nach ursprünglicher Zusage leider eine Beteiligung zurückgenommen. Wir würden uns freuen, wenn Sie dieses Vorhaben durch eine Spende unterstützen würden (Konto: Volksbank in Schaumburg und Nienburg eG, IBAN DE85 2559 14130039 3720 00). Der Betrag ist steuerlich absetzbar.

Besuchen Sie auch unsere Website: https://vesm.eu.

Mit freundlichen Grüßen

Ernst Greten und Wilhelm Bredthauer

Verein zum Erhalt des Steinhuder Meeres

Vors.:     Ernst Greten

E-Mail:   Ernst.Greten@gmail.com

mobile:  0172 4159144

2. Vors.:  Wilhelm Bredthauer

mobile:  +49 (0)151 1249 2577

E-Mail:    vorstand@vesm.com

Nachfolgende Beiträge sind zur Podiumsdiskussion erschienen:

https://www.steinhude-am-meer.de/podiumsdiskussion-strandterrassen-steinhuder-meer-verlandet/

https://www.auepost.de/topnews/piellusch-das-meer-erhalten-mit-aller-kraft-100729

Das Steinhuder Meer verlandet!

Öffentliche Podiumsdiskussion des VESM zur Zukunft des Sees am 09. Oktober 2025

Der Verein zum Erhalt des Steinhuder Meeres (VESM) lädt für den 09. Oktober 2025 zu einer öffentlichen Veranstaltung unter dem Motto „Das Steinhuder Meer verlandet – Podiumsdiskussion zur Zukunft des Steinhuder Meeres“ ein. Beginn wird um 18 Uhr im Restaurant Strandterrassen in Steinhude sein. Die voraussichtliche Dauer beträgt zwei Stunden.

Wiederholt wurde in den letzten Wochen und Monaten in den Medien über die sich immer weiter verschärfende Problematik am Steinhuder Meer berichtet. Zuletzt nahmen die Beschwerden z.B. aus Kreisen der Berufsschifffahrt, der Veranstalter von Segelregatten und der Bootsstegbetreiber über die Verschlammung eine dramatische Form an (u.a. HAZ am 16.08.25, Segelreporter.com 18.08.25, SAT1 regional 01.09.25). Der VESM setzt sich seit seiner Gründung vor etwa drei Jahren für neue Wege bei der Erhaltung des Gewässers, für deutlich mehr Entschlammung und alternative Möglichkeiten bei der Behandlung des entnommenen Schlamms ein. Um neue Bewegung in die Diskussion zu bringen, hat der Verein zu diesem Abend eingeladen. Teilnehmer auf dem Podium werden sein (Stand 11.09.2025):

Dr. Conrad Ludewig, Domänenverwaltung im Amt für regionale Landesentwicklung, als Vertreter des Eigentümers Land Niedersachsen;

Dr. Melanie Hartwich, Mitarbeiterin des Seenkompetenzzentrums beim Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz;

Mark Herrmann, Fachbereichsleiter Umwelt der Region Hannover;

Stadt Wunstorf – Teilnehmer wird noch benannt;

Burkhard Kayser, Vorstandsmitglied des DJH-Landesverbandes Hannover;

Angefragt: Die Ökol. Schutzstation Steinhuder Meer.

Moderation: Sabine Steuernagel, bekannt als ehemalige Moderatorin des NDR.

Damit ist es gelungen, die wichtigsten Akteure aufseiten der Behörden, aber auch Vertreter der Nutzer und Anrainer zu versammeln. Ziel der Diskussion ist, nicht nur Standpunkte auszutauschen, sondern zu ergründen, was jetzt getan werden muss, um das Steinh. Meer zu erhalten und die akuten Probleme zu lösen.

Zum Einstieg wird ein Kurzfilm des ehemaligen NDR-Mitarbeiters Dieter Hermann gezeigt, der in die Thematik einführt. Ergänzt wird dies durch ein Eingangsstatement des VESM, das Jörg Prante vorträgt, der sich früher beruflich mit Seen beschäftigt hat und Gewässerexperte für das Steinhuder Meer ist.

In der sich anschließenden Diskussion werden auch die Besucher die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen.

Der VESM erhofft sich Interesse und rege Teilnahme aus der Bevölkerung. Größeres Vorwissen ist nicht erforderlich.

Text: Ingo Bartens

  1.  
Verein zum Erhalt des Steinhuder Meeres e.V.
MITGLIED WERDEN
IMPRESSUM
Webseite erstellt durch: