Kontinuität und Ideen
Am 27. März haben sich die Mitglieder zur gut besuchten Mitgliederversammlung bei der Baltischen Seglervereinigung in Großenheidorn eingefunden. Das Formale ist schnell erzählt: Bestätigt wurden Wilhelm Bredthauer als stellv. Vorsitzender und Ursula Müller-Krahtz als Schriftführerin. Neuer Kassenprüfer ist Heiko Gruschka. Weitere Wahlen zum Vorstand stehen erst nächstes Jahr wieder an. Außerdem können wir von einer soliden Kassenlage und inzwischen mehr als 100 Mitgliedern berichten. Die Entlastung des Vorstandes war also eine Formsache. Als neues Mitglied hat sich die Jugendherberge Mardorf vorgestellt.
Nun aber zum Inhaltlichen: ungewöhnlich und sehr gelungen war der Einstieg mit dem Film von Dieter Hermann (früherer Mitarbeiter des NDR) über das Steinhuder Meer und den VESM. Dieser absolut sehenswerte halbstündige Film zeichnet die Geschichte des Steinhuder Meeres von seiner Entstehung Ende der letzten Eiszeit bis in unsere Tage nach. Enthalten sind Wortbeiträge von Wilhelm Bredthauer, Ernst Greten, aber auch Jürgen Engelmann (Vorsitzender des Heimatvereins). Immer wieder darin verwoben, wird das große Problem unserer Tage thematisiert: die drohende Verschlammung und Verlandung des Steinhuder Meeres, lebhaft und mit Wissen von Beobachtern/Nutzern wie dem Fischer Ulrich Balzer erzählt. (s. hierzu auch unseren Homepagebeitrag „Der Topf wird kleiner“ – Gespräch mit Heinz Schweer)
Das führte unmittelbar zum Bericht des Vorstandes über die geleistete Arbeit in 2024 und den Ausblick auf dieses Jahr (kein Anspruch auf vollständige Darstellung):
- Bildung einer „Kerngruppe“ aus Vorstand und aktiven Mitgliedern, die monatlich zusammenkommt. Übrigens: Bei Interesse kann jedes Mitglied auf Voranmeldung teilnehmen. Die Treffen werden auf der Homepage veröffentlicht.
- Aufbau und Intensivierung von Kontakten zu den Entscheidungsträgern in den Behörden ARL, NLWKN und Region Hannover sowie zu Vertretern der Politik.
- Öffentlichkeitsarbeit: z. B. die Teilnahme am Steinhuder Schützenfest, die auch für 2025 wieder geplant ist. Die Mitglieder sind aufgerufen, sich zahlreich zu beteiligen!
- Aufbau eigener Expertise: z.B. die Radtour 2024 mit fachkundiger Begleitung durch August Lustfeld (früherer Geschäftsführer des Kreisverbandes für Wasserwirtschaft Nienburg) und Jörg Prante (früher Dienststellenleiter des NLWKN) war ein großer Gewinn. Auch 2025 wird eine Radtour stattfinden. Weitere Info bot der Besuch des Moor Informationszentrums im Ahlenmoor (Wiedervernässung früherer Moore).
Unsere Projekte in 2025 sind:
- Fortführung des Versuchs mit Steinhuder Meerschlamm. Nachdem der Schlamm in unseren Versuchsbecken über den Winter getrocknet ist, pflanzen wir nunmehr Niedermoorgewächse an. Der Versuch soll zeigen, ob sich die abgetorften Flächen im Bereich Mardorf/Schneeren/Neustadt a. R. zum Wiederaufbau des Moores eignen und damit eine Alternative zur bisherigen Schlammbehandlung darstellen.
- Wir wollen Messgeräte beschaffen, um eigene Tiefenmessungen im See vorzunehmen. Wir wollen so die Veränderungen der Wassertiefe und mutmaßliche Bewegungen / Verlagerungen und die Zunahme des Schlamms nachweisen und weitere Argumente für unser Vorhaben einer grundlegenden Entschlammung sammeln.
- Unser Handeln steht unter dem Vorsatz: „Wir möchten die Interessen am Steinhuder Meer zusammenführen und das Bewusstsein schaffen, dass der See erhaltenswert ist“. In diesem Sinn wurde angeregt, eine öffentliche Diskussionsveranstaltung mit allen relevanten, also auch kontroversen Meinungsträgern und Akteuren, ins Leben zu rufen.
- Autor: Ingo Bartens

